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DPSG Freiburg - mir im Süden

24
Sep

Die Geschichte der Behindertenarbeit - Ein Auszug

flinke.jpg Behindertenarbeit ist keine Eintagsfliege, dies zeigt ganz deutlich ihre Geschichte in unserem Verband. Über 50 Jahre nun findet sie in unserem Verband statt. Im Folgenden wollen wir, vom Arbeitskreis für Behindertenarbeit, euch einen kleinen historischen Abriss geben.


geschichte1.jpg1955/56: Die Georgsritter (heute: Rover) beginnen in Westernohe mit der Behindertenarbeit.
Zunächst sahen die Rover nur ein Handeln für Behinderte. Sie bauten einen  Zeltlagerplatz und ein Ferienheim für behinderte Menschen - das heutige Bundeszentrum der DPSG.  Doch als die Behinderten kamen, entstanden Begegnungen und schließlich ein gemeinsames Zeltlager. Das Projekt war vom Handeln für Behinderte zu einem Handeln mit Behinderten geworden.

1961/62: Aufruf zur ersten Jahresaktion: „Flinke Hände, flinke Füße schaffen ein Werk für körperbehinderte Jugendliche“
Es werden erstmals Gedanken laut, körperbehinderte Jungen in den Verband aufzunehmen.*

geschichte2.jpg1963-67: Unter dem Motto „Pfadfinder Trotz Allem“ entstehen spezifische Gruppen für
behinderte Menschen im Verband.
Dieser Ansatz der Nationalverbände und der PSG ist innerhalb der DPSG umstritten, da die Behinderten in besonderen und nicht in integrativen, gemischten Gruppen untergebracht werden.

1965: Während des Bundesthings (heutige Bundesversammlung) wird das Referat
Behindertenarbeit erstmals erwähnt: die Behindertenarbeit soll nicht nur eine spezielle Aktion, sondern ein Bestandteil der gesamten Arbeit unseres Bundes sein.

1972: Die Konferenz Behindertenarbeit verabschiedet ein Konzept der Behindertenarbeit:
Als Gegenwirklichkeit zu einer gesellschaftlichen Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung, sieht die DPSG ihre Aufgabe im Bemühen um die Integration von behinderten Jugendlichen. Die wichtigste Form der Umsetzung sollen ständige Gruppen der DPSG mit gleichberechtigten Mitgliedern mit und ohne Behinderung sein. Für heilpädagogische Einrichtungen und Heime wird die Möglichkeit eingeräumt, selbst Pfadfindergruppen aufzubauen. Außerdem sind im Konzept zeitlich begrenzte und offene Angebote für Behinderte vorgesehen.

1975 / 76: Jahresaktion: „Wir schaffen Begegnung mit Behinderten.“

1976: Die DPSG beteiligt sich intensiv an von den von Fachverbänden geführten Diskussionen, wie z.B. Euthanasie, Integration, Selbstbestimmung, Independent Living.

1982: Jahresaktion: „Pfadfinder ­ Behinderte machen mit.“

1992: Die Bundeskonferenz verabschiedet das Positionspapier zur Behindertenarbeit der DPSG.
Eine konzeptionelle Weiterentwicklung deutete sich in den 80er Jahren an, weil vielfach
junge Menschen mit Behinderung selbst als Handelnde ihre Interessen innerhalb und
außerhalb des Verbandes vertreten wollten. Die Referate Behindertenarbeit der Diözesen führten weiterhin die Aktivitäten durch, sofern die Stufen diese noch nicht übernehmen konnten. Die Verabschiedung des Positionspapiers sollte ein wichtiger Schritt sein die Behindertenarbeit ins Bewusstsein der Mitglieder zu holen.

2005: Die neue Ordnung legt die Behindertenarbeit als eines der drei wichtigsten Engagementfelder fest.
Wir solidarisieren uns weltweit und in unserer nächsten Umgebung mit denjenigen, die unter ungleichen und ungerechten Bedingungen leben. In unseren Gruppen leben Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt zusammen.

2007: Gibt es heute ein „Pfadfinden für alle“?

* Zahlreiche Jahresaktionen zum Thema Behindertenarbeit folgten, die hier nicht alle aufgeführt sind.
 
 
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