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DPSG Freiburg - mir im Süden

26
Jun

„Welcome to the Diocese Spring Convention“

Die Frühjahrsdiözesanversammlung lockte dieses Jahr aufs Land, genauer: auf den Mederlehof in der Nähe von Freiburg. Eine Versammlung, bei der gegründet, gewählt, diskutiert, über jede Menge Anträge abgestimmt und Englisch und Französisch geredet wurde. Der Bezirk Emmendingen lud vom 19. bis 21. Juni unter dem Motto „Kanada“ ein. 

 

Die Diözesanversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium der DPSG in unserer Diözese. Auf der sogenannten Frühjahrs-DV stehen nicht nur der Versammlungsteil, sondern vor allem auch die inhaltlichen Studienteile im Vordergrund


BeVos, Stufendelegierte, die Diözesanleitung sowie einige Gäste verteilten sich zu Beginn auf die verschiedenen kanadischen Staaten (Zimmer) bevor sie dann auf Englisch von unserer Bezirksvorsitzenden Gabi herzlichst zur „diocese spring convention“ begrüßt wurden.


Studienteil: Schutz vor sexueller Gewalt

Nach einem sehr Gerüchtelastigen aber lustigem Kennenlernen, starteten wir mit dem Studienteil „Schutz vor sexueller Gewalt“. Dieses Thema beschäftigt die Diözesanebene nun schon einige Zeit. Ging es aber bis jetzt hauptsächlich um die Erarbeitung von Materialien, sind wir nun in der heißen Phase der Umsetzung angekommen.

So war der Abend geprägt von methodischen Beispielen für kommende Modulkurse. Wie die Bereiche „Nähe und Distanz“ und „Kinderrechte“ zu dem breitgefassten Thema dazugehören, wurde dabei deutlich. In einer freien Abendrunde gab es noch eine Info zu Traumreisen, bevor die Reise ans Meer begann.

Wundervoll musikalisch geweckt durch unseren Bildungsreferenten Louis (Achim Oswald) versammelten wir uns am Samstagmorgen wieder auf dem etwas luftigen und nach Bauernhof duftenden geräumigen Dachboden. Eine vorbereitende Diskussion zu den Anträgen, die am Nachmittag in der Versammlung behandelt werden sollten, stand an.

In den drei zu diskutierenden (von der DL gestellten) Anträgen ging es um das Umsetzen, der auf der BDKJ-Diözesanversammlung von uns mit beschlossenen Standards zum Schutz vor sexueller Gewalt in der Jugendverbandsarbeit.

 

DER gelbe Bus

Ein Highlight des Wochenendes war der „gelbe Bus“, der im Rahmen der Jahresaktion „Leben ist mehr“ durch ganz Deutschland tourt und mit seinen Rollis bis Wahrnehmungsspielchen bei uns war.

Während die „Großen“ ihn nur in den Pausen nutzen konnten, waren die Kinder fast den ganzen Tag mit ihm beschäftigt.

 

Versammlung

Der offizielle Versammlungsteil begann dann am Nachmittag mit der Feststellung der Beschlussfähigkeit. Leider mussten wir dabei feststellen, dass zwar ein ausreichender aber trotzdem nur sehr geringer Anteil an Stimmberechtigten anwesend war.

Für Auflockerung und als nützliche Hilfe vor allem für „Neulinge“ erwies sich der „Erklärbär“. Immer im passenden Moment sprang Nighti (alias Erklärbär) ein um Satzung oder Geschäftsordnung zu zitieren und zu erklären.

Von Bundesebene war, wie schon letztes Jahr, leider niemand gekommen.

Dem Bericht vom BDKJ durch Andrea Heim sowie vom RdP durch Marc Guthörl folgten die anstehenden Wahlen.

 

Wahlen

Um den Wahlausschuss wieder zu vervollständigen, wählte die Versammlung Nighti (Stefan Niethammer), unseren Erklärbär in dieses Gremium.

Ein eindeutiges Zeichen setzten die Versammlungsteilnehmer bei der Wiederwahl von Oliver Rothardt zum Diözesanvorsitzenden. Nach einer Vorstellung, die er mit den Worten: „Ihr werdet es kaum glauben, aber ich bin nervös“ begann, gab es noch eine Personaldebatte bevor Oliver einstimmig (!!) in seine dritte Amtszeit gewählt wurde.

 

Anträge

Von Silke Schwochow (Bildungsreferentin BDKJ) souverän moderiert ging es dann weiter mit dem Versammlungsteil. Die schon besprochenen Anträge wurden noch mal vorgestellt und diskutiert und dann mit kleinen Veränderungen und großer Mehrheit angenommen. Mit Hilfe eines diözesanen Ausbildungsteams wird das Thema Schutz vor sexueller Gewalt ein fester Bestandteil unserer Modulausbildung werden. Der Kann-Baustein 2d wird in der Diözese Freiburg nun zu einem mindestens drei stündigen Pflicht-Baustein. Da dieses Thema der Diözesanversammlung als sehr wichtig erschien, beauftragte sie außerdem den Diözesanvorstand einen entsprechenden Antrag auf der nächsten Bundesversammlung zu stellen, so dass der Baustein bundesweit zu einem Pflicht-Baustein wird.

In einem weiteren Antrag wurde die Herbst-DV, die bis jetzt immer sonntags stattfand, auf Samstag gelegt. (Dieses Jahr findet sie allerdings noch am Sonntag, dem 22. November statt!)

Ein Beweis dafür, dass Mitbestimmung wahrgenommen wird, war der Initiativantrag von Klaus Kleiner, dem Bezirksvorstand von Mannheim-Bergstraße und Andreas Weidner (Wö-Referent). Nach ein paar Veränderungen wurde der Antrag mit großer Mehrheit angenommen. Die DL wurde hiermit beauftragt eine Arbeitsgruppe einzurichten, welche die aktuelle Situation von GruppenleiterInnen und die „Qualität der Gruppenstunde“ in unserem Verband erhebt.  

                             

Spiri AK

Im Rahmen des Gottesdienstes ging es mit einem erfreulichen Ereignis weiter. Offiziell wurde ein Arbeitskreis Spiritualität gegründet!!

Vor zwei Jahren gab es dazu von dem Bezirk Mannheim-Bergstraße den Antrag einen solchen auf Diözesanebene ins Leben zu rufen. Im Godi konnten dann alle dem neuen AK (Meike Trojanski, Gere Traub und Reinhart Fritz (Diözesankurat)) ihre Wünsche und Anliegen wortwörtlich „in die Schuhe schieben“.

 

Gemütlicher Abend

Am Lagerfeuer in der Jurte wurde nicht nur gesungen und gequatscht, sondern es wurden auch feierlich drei Woodbadges verliehen. Die frischgebackenen Klötzchenträger sind Uli Peters (Pfadi-AK), Alexandra Joho und Ralf Walter (BeVo Bruchsal).

Stolz können wir nun schon auf 18 Verleihungen dieses Jahr schauen und auch die kommenden Woodbadgekurse in unserer Diözese lassen wieder Vielversprechendes hoffen.

(Zum Vergleich: Vor fünf Jahren, also 2004, gab es insgesamt vier Verleihungen)

 

Studienteil: Qualität im Verband

Der Sonntag war für alle (noch nicht früher abgereisten) Versammlungsteilnehmer ein sehr interessanter und austauschreicher Tag. Bei dem Studienteil „Qualität im Verband“ wurde deutlich, was das Thema eigentlich bedeutet und wo es herkommt. In Workshops wurden dann Checklisten für Versammlungen erarbeitet, die Erklärungen des Erklärbärs noch einmal durchgesprochen, Demokratie in den Strukturen der DPSG betrachtet und überlegt, wie wir es schaffen können, dass möglichst viele Leute zu unseren Versammlungen kommen sowie Kriterien für die entstehende Arbeitsgruppe "Qualität der Gruppenstunde" ermittelt.

 

Nach Reflexion, Abschlussrunde und Aufräumen ging ein intensives und arbeitsreiches Wochenende zu Ende. Vor allem die von den Teilnehmernmitgebrachten Kinder wurden als „erfrischend“ empfunden. Aber auch der rege Austausch und die persönlichen Gespräche haben die Zeit im Mederlehof zu einer sehr angenehmen gemacht.

Die Arbeit und die Begeisterung gehen nun weiter. In den Bezirken. In den Stufen. In der Diözesanleitung.

 

„Bekämpfe deine Träume nicht.

Glaube ihnen.

Sieh in ihnen deinen Wunsch nach Leben.

Mache sie wahr.“

Aus „Programm für eine kleine Revolution“ von Ulrich Schaffer

 
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